Glossar: Wissenswertes u.a. rund um die Lager-, Logistik- und Produktionsimmobilie.

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Brutto-Grundfläche (BGF)


Diese beinhaltet die Summe der Grundfläche aller Grundrissebenen eines Bauwerkes. Für die Berechnung sind die äußeren Maße der Bauteile, einschließlich Putz, maßgebend.




B2B


Business-to-Business bezeichnet allgemein die Geschäftsbeziehung zwischen zwei oder mehrerer Unternehmen, gleich, ob sie einander Dienstleistungen oder Güter anbieten.




Blocklager


Als Blocklagerung bezeichnet man im Bereich der Lagerhaltung ein Warenlager, in dem stapel fähige Kisten, Kartons oder Paletten direkt – ohne Regale oder andere Vorrichtungen – übereinander und ggf. nebeneinander in Blöcken gestapelt werden können.




Bodentragfähigkeit


Die Bodentragfähigkeit bezieht sich auf die Lasten, die ein Boden, bzw. Baugrund, ohne erwähnenswerte Verlagerungen oder Grundbrüche, standhalten kann.




Achsraster


Unter Achsraster versteht man den Abstand zwischen den Achsen eines Gebäudes. Diese setzen sich zusammen durch Abfangbinder und Dachbinder.




B2C


Business-to-Consumer oder Business-to-Client bezeichnet eine Geschäftsbeziehung zwischen einem Unternehmen und einem Kunde. Im Onlinehandel (E-Commerce) wird dieser Ausdruck sehr oft gebraucht.




Big-Bags


In großen Taschen, Big-Bags, wird nicht stapelbares Lagergut aufbewahrt. Um die Lagerfläche voll auszunutzen, empfehlen sich Einfahrregale mit Seitenführung oder am Boden montierten Führungsschienen, so können die Big-Bags in mehreren Ebenen übereinander gelagert werden.




Branded-Delivery


Branded-Delivery bedeutet den zunehmend selbst durchgeführten, logistischen Prozess der Zustellung zum Endkunden.




Brownfield


Unter Brownfield versteht man frühere langfristig industriell genutzte Grundstücke oder ehemalige planfestgestellte Sonderflächen, wie z.b. Bahnareale, militärisch genutzte Flächen, oder verfüllte Tagebauareale. Die Grundstücke unterliegen einer umfangreichen Nutzungsänderung, sie haben häufig erhöhte Risiken durch Baugrundinstabilitäten oder Verunreinigungen des Bodens und dadurch evtl. erhöhte Folgekosten bei den erforderlichen Baumaßnahmen. Diese Flächen zeichnen sich aber vielfach durch eine verkehrsgünstige Anbindung aus, da sie in der Vergangenheit häufig u.a. dem Schwerlastverkehr gedient haben. Da oft bereits ein Baurecht besteht, könnten weniger Erschließungskosten anfallen als bei "Greenfield"-Entwicklungen. Dies muss jedoch vorher entsprechend geprüft werden.




Built-to-Suit (BTS)


Built-to-suit bedeutet: Baumaßnahmen, bei denen der Eigentümer, individuell den Vorgaben und den Bedürfnissen des Mieters angepasst, baut.




Chaotische Lagerhaltung


Die chaotische Lagerhaltung, auch dynamische Lagerhaltung genannt, bietet eine erhebliche Platzersparnis durch Lagerung von Artikeln, bzw. einzulagernden Teilen, nicht an fest zugeteilten Plätzen, sondern auf gerade nicht belegten Stellen. Die Lagerplätze werden digital erfasst und gekennzeichnet.




Core-Lagen


Core-Lagen (1A-Lagen) befinden sich in bestimmten Gebietsabgrenzungen, wie Innenstädte oder Kerne von Logistikregionen. Sie bergen für Investitionen die geringsten Ausfallwahrscheinlichkeiten und dienen einer langfristigen und risikoarmen Investitionsstrategie.




Distributionslogistik


Unter Distributionslogistik versteht man die Gesamtheit der Aufgaben im Rahmen der Verteilung von Gütern von der Produktion bis zum Endkunden. Sie umfasst alle Lager-, Umschlag- und Transportvorgänge von Waren und kann dabei in mehreren Stufen erfolgen.




Drittverwendungsfähigkeit


Unter einer Drittverwendungsfähigkeit versteht man die Eigenschaft einer Immobilie nach dem Ende eines Mietverhältnisses, diese, ohne, oder nur mit geringen Investitionskosten, an den nächsten Nutzer weiter zu vermitteln. Die Drittverwendungsmöglichkeit einer Immobilie ist geringer, je mehr eine Immobilie auf die spezifischen Bedürfnisse eines bestimmten Nutzers zugeschnitten ist.




Bulklagerung (Massengut)


Nach Definition der Vereinten Nationen ist Massengut, auch Bulkware, Bulk-Ware oder kurz Bulk (englisch bulk 'Masse', 'Menge') genannt, jedes Transportgut, das sich auf Grund seiner gleichmäßigen physikalischen Eigenschaften für Massengutumschlag und -transport anbietet. Speziell für den maritimen Bereich ist, nach einer weiteren Definition, jede Ladung Massengut, wenn sie eine gesamte Schiffsladung oder zumindest den größten Teil davon einnimmt; also auch jene, die man normalerweise auf Grund ihrer ungleichmäßigen physikalischen Eigenschaften als Stückgut ansehen würde, z. B. Bananen, Automobile, Kaffeesäcke, lebende Tiere oder Baumstämme. Es handelt sich um Waren in großer Liefermenge, die häufig nicht für den Endverbraucher bestimmt sind, sondern für Händler und weiterverarbeitende Unternehmen und meistens noch in ein Endprodukt einfließen. In der Regel handelt es sich somit bei Bulkware um Halbfabrikate und Produktionsgut.




Access-Points


Die Access - Points sind die Zugangspunkte in einem lokalen Netzwerk.




Alarmanlage, Einbruchmeldeanlage (EMA)


Unter einer Alarmanlage, bzw. EMA, versteht man technische, elektronische Einbruchmeldeanlagen, die der Sicherheit von Personen und Objekten dienen. Durch Abschreckung verhindern sie Einbrüche, Diebstähle und/oder Überfälle und senken die Aktionszeit für die Diebe. Sie alarmieren, bzw. benachrichtigen die nächste Umgebung und dort präsente Personen, sowie hilfeleistende Dienste (Polizei, Sicherheitsdienst etc.).




Ameise


Mit Ameise bezeichnet man einen elektrischen Hubwagen.




Anfahrschutz


Durch den vorgeschriebenen Anfahrschutz werden in Regalanlagen, bei Einsatz von frei verfahrbaren Flurförderfahrzeugen, diese an Ein- und Durchfahrten gesichert.




Ausfuhr


Die Ausfuhr ist das endgültige oder vorübergehende Verbringen von Waren aus dem Zollgebiet in ein Drittland.




Baumassenzahl (BMZ)


Die Baumassenzahl (BMZ) gibt an, wie viel m3 Baumasse je m2 Grundstücksfläche, nach § 21 der Baunutzungsverordnung (BauNVO), zulässig sind.




Beschaffungslogistik


Ein grundlegendes Teilsystem der Logistik ist die Beschaffungslogistik in Betrieben und Unternehmen. Sie ist das Bindeglied zwischen der Distributionslogistik der Lieferanten und der eigenen Produktionslogistik. Sie befasst sich mit allen Aktivitäten, die der Versorgung des Unternehmens mit Gütern dienen. Die wichtigsten Elemente der Versorgung sind die des Einkaufs, des Bestellens und Abrufens, des Transportierens, des Lagerns und des Bereitstellens.




Brandabschnitt


Ein Brandabschnitt bedeutet ein baulich abschließender Bereich, der im Brandfall kein Feuer auf andere Brandabschnitte ermöglichen darf, sondern in diesem Bereich ausbrennt. Eine Verhinderung der Brandausbreitung auf angrenzende Bereiche erfolgt durch feuerbeständige Bauteile.




Brandmeldeanlage (BMA)


Eine Brandmeldeanlage (BMA) ist eine Gefahrenmeldeanlage aus dem Bereich des vorbeugenden Brandschutzes. Sie enthält eine Brandmelderzentrale, die Ereignisse von verschiedenen Brandmeldern empfängt, auswertet und Reaktionen einleitet, z. B.:

- Weiterleitung der Brandmeldung an die ständig besetzte Leitstelle zur Alarmierung der örtlichen Feuerwehr, - interne Alarmierung, um vor der Weiterleitung zur Feuerwehr kontrollieren zu können, ob ein Täusch- oder Fehlalarm vorliegt, - Alarmierung zur Räumung eines Objektes, - Öffnen von Rauchableitungseinrichtungen, - Ansteuerung von Aufzügen, - Schließen von Feuerschutzabschlüssen, Auslösung einer Objektlöschanlage, z. B. CO2-Löschanlage.

Die Pflicht zu einem Einbau einer Brandmeldeanlage, die mit der örtlichen Feuerwehr verbunden ist, regelt die Bauaufsicht mittels Baugenehmigung oder es besteht Bedarf durch den Versicherungsschutz nach VdS.




Brandschutztore


Brandschutztore, großflächige Brandschutzabschlüsse, dienen dem Feuerwiderstand, sie sind in den Feuerwiderstandsklassen T 30 (feuerhemmend) bis T 90 (hält dem Feuer 90 Minuten stand) eingeteilt. Jedes Gebäude und jeder Verwendungszweck verlangen ein eigenes Brandschutzkonzept mit unterschiedlichen Anforderungen. Die Brandschutztore werden in den unterschiedlichsten Varianten angeboten, wie Roll-, Schiebe-, Dreh- und Sektionaltore.




Containerdepot


Beim Containerdepot handelt es sich um einen Lager-, bzw. Abstellplatz für Container.




Cross-Docking


Unter Cross-Docking oder auch Kreuzverkupplung genannt versteht man, dass bei dieser Warenumschlagsart die Waren nicht mehr gelagert werden, sondern direkt umgeschlagen und die Waren an den Kunden weitergesandt werden. Die Lagerhaltungskosten können durch Cross-Docking gesenkt werden. Der Begriff Cross Docking entstand aus der Vorgehensweise, bei der sich der Wareneingang auf der einen und der Warenausgang auf der anderen Seite befindet. Das konzeptionelle Gegenteil des Cross-Docking ist die sortenreine Anlieferung, Einlagerung und anschließende Kommissionierung von Waren in einem Warenlager.




Disposition


Die Disposition umfasst in der Logistik das Einteilen von Aufträgen unter Berücksichtigung von Beständen, Bedarf und Kosten.




Bebauungsplan


Ein Bebauungsplan, auch B-Plan genannt, regelt in Deutschland die Art und Weise der möglichen Bebauung von Grundstücken, sowie die Nutzung der von einer Bebauung freizuhaltenden Flächen. Er wird durch den Gemeinderat einer Gemeinde für einen Teil eines Gemeindegebietes rechtsverbindlich festgesetzt, siehe Baugesetzbuch (BauGB).




Container-Terminal


Unter Containerterminal (CT) versteht man eine Anlage, wo Container zwischen unterschiedlichen Transportmitteln wechseln (sogenannter intermodaler Verkehr), z.B. Schiff ~ LKW, Schiff ~ Eisenbahnwaggon. Neben Seeschiff-Terminals gibt es auch an Kanälen oder Flüssen Binnenschiff-Terminals, ebenso gibt es Containerterminals, die Container zwischen LKW und Eisenbahn umschlagen, Bsp. Eurotunnel = "Chunnel". Container werden im Warenverkehr häufig zwischen Containerschiffen, Federschiffen, Binnenschiffen und Landtransportmitteln (Lastkraftwagen oder Eisenbahn) umgeladen / umgeschlagen und auch kurz zwischengelagert.




Containerbrücke


Bei einer Containerbrücke (Containerkran oder Portainer) handelt es sich um einen Portalkran, mit dem ISO-Container zwischen Schiff und Kai umgeladen (umgeschlagen) werden. Die Containerbrücke zählt zu den Hebezeugen. Sie besteht aus einer Krananlage, einer Laufkatze und einer Schienenanlage quer am Kai entlang. Als Tragmittel zur Aufnahme der umzuladenden Container wird das Containergeschirr, der sogenannte Spreader, verwendet.




DENIAA


Das IPZ Niederaula ist eine Außenstelle des IPZ FFM, welches Auslandssendungen empfängt und ggf. verzollt. Anschließend werden die Senungen an den inländischen Weitertransport übergeben.




DACH


DACH ist ein Apronym für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Dies ist der größte Teil des Sprach- und Wirtschaftsraums, in dem Standarddeutsch die Dachsprache ist. Das Wort D-A-CH wird aus den Nationalitätszeichen der drei Länder gebildet: D - Deutschland A - Österreich (lateinisch Austria) CH - Schweiz (lateinisch Confoederatio Helvetica) International ist die Abkürzung GSA gebräuchlich.





E F G H

E-Commerce


Unter E-Commerce (Electronic Commerce) versteht man elektronischer Handel oder auch Internethandel oder Onlinehandel. Er beinhaltet sämtliche Aktivitäten des Handels im Internet, in erster Linie aber Kauf- und Verkaufsprozesse. Außerdem werden auch Leistungen des Kundenservices und des Onlinebankings zum E-Commerce gezählt. Einige Marktteilnehmer sehen auch den Versandhandel als Teil des E-Commerce.




E-Fulfilment-Centre


Ein Fulfillment-Centre ist ein Verpackungslager (Center), in dem alle logistischen Prozesse des E-Commerce aufeinandertreffen, die Lagerhaltung, die Bestellung eines Kunden im Onlineshop, das Verpacken bis hin zum Versand und des Retourablaufes. Dies wird durch einen fast vollautomatisch geregelten intralogistischen Prozess geregelt.




EnEV


Die EnEV oder Energieeinsparverordnung beinhaltet rechtliche Grundlagen zur energieeffizienten Bauweise von Neu- oder Bestandsbauten.




ESFR-Sprinkleranlage


Unter eine ESFR-Sprinkleranlage versteht man eine Nass-Sprinkleranlage, die mit speziellen Sprinklern zur schnellen Brandbekämpfung („Early Suppression Fast Response“) ausgestattet ist. Hohe Wasserbeaufschlagungen und kleine Wirkflächen sind Kennzeichen der ESFR-Anlagen.




Ebenerdige Tore


Ebenerdige Tore (Einfahrtstore) bieten LKWs, Sprinter o.Ä. die Möglichkeit in eine Halle einzufahren.




Europoolpalette


Die Europoolpalette (kurz: Europalette, Grundmaße 800 x 1.200 mm) ist eine Flachpalette (FP) aus Holz aus dem Tauschsystem des europäischen Palettenpools (Europools). Zweck und Ziel des Pools ist es, mit qualitativ gleichwertigen, sicheren und deshalb tauschfähigen Paletten eine ununterbrochene Transportkette zu ermöglichen.




Fast-Moving Consumer Goods (FMCG)


Fast-Moving Consumer Goods (FMCG) sind Konsumgüter des alltäglichen Bedarfs mit einer schnellen Warenrotation. Da sie mit hoher Frequenz im Verkaufsregal wechseln, müssen die Produkte oft nachgekauft werden.




Fertigwarenlager


Fertig produzierte Waren werden in einem Fertigwarenlager eingelagert, um Schwankungen zwischen der Produktionskapazität und dem Absatz zu kompensieren.




First-In-First-Out Lagerung (FIFO)


First-in-First-Out Lagerung (FIFO) bezeichnet ein Lagerverfahren, bei denen Lagergüter so eingelagert werden, dass die zuerst eingelagerten Güter auch wieder zuerst ausgelagert werden, damit immer die ältesten Güter zuerst verbraucht werden.




Flurförderfahrzeuge


Flurförderfahrzeuge sind innerbetriebliche Fördermittel auf Rädern (gleislos) und frei lenkbar. Sie befördern, ziehen und schieben Lasten. Sind sie mit Hubeinrichtungen ausgerüstet, so können sie Lasten selbst aufnehmen und absetzen, heben, stapeln oder in Regale ein- und auslagern. Zu den Flurförderfahrzeugen zählen u.a.:

- Gabelstapler

- Quersitzstapler

- Hubwagen

- Schubmaststapler

- Vierwegstapler

- Gleis gebundene Flurfördermittel (Triebfahrzeuge, Wagen, Sonderfahrzeuge, Krane)

- Gleislose Flurfördermittel (Handfahrgeräte, Stapelgeräte, angetriebene Fahrgeräte)




Fachbodenregal


Auf geschlossenen Fachböden aus Holz oder Blech wird das Lagergut in mehreren Ebenen übereinander gelagert.




Greenfield-Entwicklungen


Greenfield-Entwicklungen, auch vollständige Neuentwicklungen genannt, sind Baumaßnahmen auf bisher nicht bebauten oder vermarkteten Flächen. Oft handelt es sich um ehemals landwirtschaftlich genutzte Flächen (grüne Wiesen), die meist im Rahmen von neuen Gewerbegebietsausweisungen einer anderen Nutzung zugeführt werden. Häufig muss daher vorher zunächst Baurecht geschaffen werden. Voneinander getrennt zu sehen, zählen auch die Flächen dazu, die im Rahmen von bestehenden Gewerbegebieten bereits ein Baurecht haben, aber noch nicht vermarktet wurden. Auf jeden Fall gilt dies, wenn es sich um ein Gewerbegebiet handelt, welches vorher nicht durch Flächenrecycling entstanden ist.




Gebinde


Ein Gebinde ist eine Verpackungseinheit in der Güter zu einer Ladeeinheit zusammengefasst werden. Beispielsweise erfolgt dies in Behältern oder Packungen.




Gebietsspediteur


Unter Gebietsspediteur versteht man eine Zulieferstruktur innerhalb der Beschaffungslogistik, wo Lieferungen zunächst gesammelt werden, um sie dann in einer Ladung zum Bestimmungsort zu transportieren.




Geschossflächenzahl (GFZ)


Die Geschossflächenzahl (GFZ) nach § 20 BauNVO gibt das Verhältnis der gesamten Geschossfläche aller Vollgeschosse der baulichen Anlagen auf einem Grundstück zu der Fläche des Baugrundstücks an. Die GFZ ist eine dimensionslose Größe. Sie wird mit ein oder zwei Dezimalstellen angegeben.




Grundflächenzahl (GRZ)


Die Grundflächenzahl (GRZ) gibt an, wie viel Fläche eines Baugrundstückes überbaut werden darf. Auch die GRZ wird mit ein oder zwei Dezimalstellen angegeben. Beispielsweise dürfen 50 % der Grundfläche überbaut werden, wenn die GRZ mit 0,5 angegeben ist.




Gitterboxpalette


Eine Gitterboxpalette, auch Gitterbox oder Gibo genannt, setzt sich aus einer Stahlrahmen-Gitterkonstruktion und einem Einlagenboden zusammen. Die Gitterbox zählt zu den Ladehilfsmitteln in der Fördertechnik. Sie hat in den letzten Jahren vermehrt an Bedeutung gewonnen. Besonders Kleinteile und druckempfindliche Verpackungen werden in der Box gut abgesichert. Sie ist daher für den Transport hervorragend geeignet.




Gleisanschluss


Unter Gleisanschluss ist die Erschließung eines Geländes oder Gebäudes durch Eisenbahngleise für den Gütertransport zu verstehen, das selbst nicht zur Eisenbahninfrastruktur gehört. Vorwiegend bei größeren industriellen Betrieben, Logistikzentren und Verkehrseinrichtungen sind Gleisanschlüsse anzutreffen.




Güterverteilzentrum


Innerhalb eines Güterverteilungszentrums, auch Güterverteilzentrum oder zentraler Umschlagplatz genannt, werden Güter nach ihren Bestimmungsorten sortiert und Fahrten miteinander koordiniert. Hier wird der Güternah- und Fernverkehr einer oder mehrerer Speditionen zusammen verknüpft.




Gebietsausweisung


Gebietsausweisung bedeutet, dass hier zwischen Baugebieten nach § 1 Abs. 2 Nr. 1–11 BauNVO unterschieden wird.




Handlingkosten


Unter Handlingskosten versteht man einen Teil der Logistikkosten, die sich auf alle Kosten beziehen, die bei Prozessen anfallen, bei denen eine Übergabe von Waren, Material oder Fertigerzeugnissen zwischen Lager und Transportmittel oder zwischen unterschiedlichen Transportmitteln stattfindet. Außerdem umfassen die Handlingskosten die Kosten für Personal, Fördermittel, Verpackungsmaterial, Transportvorrichtungen, Verpackungseinrichtungen und sonstige Sachkosten, die mit dem Warentransport zusammenhängen ebenso, wie die eigentlichen Transportkosten.




Hazard Analysis and Critical Control Points (HACCP)


Hazard Analysis and Critical Control Points (Gefahrenanalyse und kritische Kontrollpunkte) bezeichnet ein vorbeugendes System zur Sicherheit von Lebensmitteln. Es ist ein Qualitätswerkzeug, das zur Gefahreneinschätzung von diversen Faktoren im Zusammenhang mit Lebensmitteln eingesetzt wird.




Heatmap


Unter Heatmap versteht man die Visualisierung von Daten, die durch die Farben einer Wärmebildkamera dargestellt werden.




Hochregallager


Ein Hochregallager (HRL) ist ein Lager mit Regalen ab einer Höhe von 12 Metern. Bei dem Lager handelt es sich dabei in der Regel um Hallenflächen, die in Silobauweise erstellt werden, eine Regalanlage mit witterungsgeschützter Ummantelung (Dach und Wände). Es stellt ein Lagersystem dar, das eine hohe Raumnutzung hat und es bedarf bei der Erstellung hoher Investitionen. Diese Systeme werden größtenteils vollelektronisch mit einem Lagerverwaltungssystem bewirtschaftet. Innerhalb des Lagers werden die Waren von Regalbediengeräten (RBG) transportiert. Eine mögliche Nachvermietbarkeit dieser Lager ist durch ihre Beschaffenheit sehr stark eingeschränkt.




HPA


Die HPA, Hamburg Port Authority (englisch für „Hamburger Hafenbehörde“), übt das Hafenmanagement der Freien und Hansestadt Hamburg aus. Sie ist zuständig für alle behördlichen Belange des Hamburger Hafens. Die HPA ist mit ihren circa 1800 Beschäftigten für den Hafenbetrieb, die Hafenentwicklung, sowie die Entwicklung und Unterhaltung der Infrastruktur verantwortlich.





I J K L

Industrie 4.0


Unter Industrie 4.0 versteht man ein Projekt zur umfassenden Digitalisierung der industriellen Produktion, um die Industrie für die Zukunft besser aufzustellen. Damit soll weitestgehend selbstorganisierte Produktion ermöglicht werden. In dem Zukunftsprojekt kommunizieren und kooperieren Menschen, Maschinen, Anlagen, Logistik und Produkte direkt miteinander.

Eine ganze Wertschöpfungskette soll durch die Vernetzung optimiert werden, nicht nur ein Produktionsschritt. Zudem sollen alle Phasen der Lebenszyklen des Produktes eingeschlossen werden, von der Idee über die Entwicklung, Fertigung, Nutzung, Wartung, bis zum Recycling.




Intermodal/Multimodal


Unter Intermodal/Multimodal versteht man den kombinierten Einsatz verschiedener Verkehrsträger innerhalb einer Transportkette. Die von Straße und Schiene ist die häufigste Kombination.




Just-in-time


Just-in-time-Belieferung ist eine Lieferart in der Beschaffungslogistik. Um einen durchgängigen Materialfluss zu schaffen, erfolgt durch just-in-time-Belieferung die zeit genaue Anlieferung von Produktionsgütern.




Just-in-Sequence


Die just-in-Sequence–Belieferung ist eine Erweiterung von just-in-time, hier wird die benötigte Ware zeit-, mengen- und artgenau an den richtigen Platz geliefert und sofort verarbeitet. Es geht hier nicht nur um die rechtzeitige Lieferung in der richtigen Menge, sondern die Lieferung muss auch in der Reihenfolge so erfolgen, dass sie direkt verarbeitet werden kann. D.h. der Zulieferer muss bei dem Verpacken darauf achten, dass das Produkt in der richtigen Reihenfolge verpackt wird.




Kommissionierung


Unter Kommissionierung versteht man das Zusammenstellen von Gütern, bzw. Artikeln, aus einem Gesamtsortiment nach vorgegebenen Aufträgen. Den Mitarbeiter, der die Aufträge bearbeitet, nennt man Kommissionierer (ggf. auch Picker oder Greifer).




Kontraktlogistik


Die Kontraktlogistik bezeichnet eine langfristige und arbeitsteilige Zusammenarbeit zwischen einem Hersteller und einem Logistikdienstleister, sie beinhaltet dabei auch weitere logistische Zusatzleistungen. Ein Dienstleistungsvertrag regelt diese Kooperation.




Krananlage


Kranlagen zum Heben und Bewegen von Lasten sind schienengestützte Systeme. Sie können je nach Montage einen großflächigen Arbeitsraum abdecken.




KEP-Dienste


Die KEP-Dienste bezeichnen Logistik- und Postunternehmen, u.z. Kurier-, Express- und Paketdienste, gelegentlich auch Kurier-, Express- und Postdienste. Die Differenzierungskriterien zu anderen Märkten sind u.a. das Gewicht und Volumen der Sendungen, die Geschwindigkeit des Güterversandes und die angebotenen Dienstleistungen.




Laderampe


Die Laderampe ist eine Plattform auf Ladeflächenhöhe, die der Be- und Entladung von Transportmitteln dient (die meisten Laderampen für Nutzfahrzeuge sind 1,2 m hoch).




Lagerhallen


Primär dienen Lagerhallen der Einlagerung von Waren. Sie weisen nur eine begrenzte Anzahl von ebenerdigen Toren oder Rampen auf und haben meistens Größen unter 5.000 qm, während Distributionshallen Größenordnungen über 10.000 qm aufweisen und höhere Deckenhöhen haben.




Last-In-First-Out Lagerung (LIFO)


Bei der Last-In-First-Out (LIFO) Lagerung wird die Ware auf eine bestimmte Art und Weise gelagert. Hierbei wird die Ware, die zuletzt gelagert wurde auch wieder zuerst entnommen. Dies ist bei Waren möglich, deren Beschaffenheit sich durch längere Lagerungsdauer in keiner Weise verändert.




Letzte Meile (last mile)


Die letzte Meile (last mile) ist das letzte Wegstück beim Transport der Ware zur Haustür des Kunden. Um möglichst effiziente Touren in den Zustellgebieten zu ermöglichen, versuchen die Unternehmen dabei die Warensendungen zu bündeln.




Logistiksektoren


Logistiksektoren bezeichnen Arbeitsbereiche in der Logistik mit Organisation, Steuerung, Bereitstellung,Optimierung und Sicherung von Prozessen, nachfolgend verschiedene Logistiksektoren:

- Speditions-/Transportlogistik - KEP-Dienstleister - ECommerce - Handelslogistik - Getränke-/Lebensmittellogistik - Konsumgüter - Haushaltsgüter - Industrielogistik - Automobillogistik - Chemie-/Pharmalogistik - Mode-/Textillogistik - Bau und Bauzulieferer - IT/Computer/Datentechnik




Losgröße


Die Losgröße bezeichnet die Menge von Produkten, die in einer Charge die Fertigung ohne Unterbrechung passieren.




Logistikhallen


Logistikhallen weisen deutlich über 10.000 qm, häufig sogar 40.000 qm bis in Einzelfällen über 200.000 qm auf. Sie verbinden die Funktionen Lagerung von Waren und Gütern, sowie deren Umschlag und Verteilung. Sie verfügen über eine größere Hallenhöhe (zw. 9 m und 12 m UKB) und – tiefe, sowie über eine höhere Anzahl an Rampentoren, als herkömmliche Lagerhallen.